Internationale Bildung

Spitzenbildung in Großbritannien

In Großbritannien steht Spitzenbildung schon seit Jahrhunderten im Zentrum gesellschaftlicher Anerkennung. Die Lehrkräfte stammen häufig von so renommierten Universitäten wie Oxford und Cambridge; sie gehen nach dem Studium nicht primär in die Wirtschaft, sondern vor allem in die Bildung, weil diese gesellschaftlich hoch angesehen ist und über einen exzellenten Ruf verfügt.

In britischen Day und Boarding Schools stehen Lehrer und persönliche Tutoren ihren Schülern hochmotiviert und ganztägig zur Förderung der Talente bereit. Klar strukturierte Tagesabläufe lassen die in Deutschland weit verbreitete Langeweile am Nachmittag gar nicht erst aufkommen. Denn jeder Schüler kann aus einem breiten Angebot extracurricularer Aktivitäten wählen und dabei neue Interessengebiete entdecken.

Die Unterstützung der intellektuellen, kreativen und sportlichen Potentiale wird stets professionell gestaltet und mündet in anspruchsvollen Aufführungen, Musik- und Literaturwettbewerben und Sportwettkämpfen. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass die Jungen und Mädchen lernen, einen eigenen Blick für Ihre Begabungen zu entwickeln und sich selbst zu organisieren – natürlich mit der Unterstützung ihrer Lehrer, Tutoren und Hauseltern.

Werte werden groß geschrieben

Klassengrößen von 5 bis 15 Schülern sind üblich und sorgen für eine sehr persönliche Lernatmosphäre. Zeugnisse werden im Abstand von 6 Wochen geschrieben: Außer den Attainment Grades, die Leistungen im jeweiligen Fach abbilden, werden auch die sogenannten Effort Grades vergeben, die Aspekte wie Zielstrebigkeit, Ehrgeiz, Zuverlässigkeit und Fleiß der Schüler abbilden. Hinzu kommen ausführliche Kommentare des Personal Tutors zum erreichten Lernstand im Vergleich zur Altersgruppe sowie Bewertungen der Housemistress oder des Housemasters zum Engagement des Kindes innerhalb des Hauses und bei außerschulischen Tätigkeiten. Eltern erhalten so kontinuierlich Transparenz über den Lernfortschritt und das Sozialverhalten ihrer Kinder und haben die Gelegenheit, die Entwicklung ihrer Kinder im 6-Wochen-Rhythmus mit Lehrern und allen am Erziehungsprozess Beteiligten zu besprechen.

Britische Boarding Schools haben den Mut zur Erziehung und zur klaren Einhaltung von Werten. Sie geben eindeutige Positionen vor und übernehmen Verantwortung für die Prägung junger Menschen. Sie erwarten von ihren Schülern, dass sie sich mit unterschiedlichen Standpunkten und Überzeugungen auseinandersetzen und sich an Regeln halten. Werte wie Höflichkeit, Ordnung und Verlässlichkeit werden groß geschrieben. Auf Respekt legen die Schulen besonderen Wert – gegenüber Lehrern ebenso wie gegenüber der gesamten Schulgemeinschaft.

Schüler aus allen Kontinenten

Der Schultag beginnt mit einem Gottesdienst oder einer persönlichen Ansprache, zu der sich die Schüler morgens zwischen 8 und 9 Uhr versammeln. Diese Zusammenkunft bietet einen reflektierten Einstieg in einen abwechslungsreichen Tag, bei dem nicht nur die Schul- sondern auch die Hausaufgabenzeiten – die sogenannte Prep-Time – einen festen Bestandteil des Stundenplans und der pädagogischen Betreuung durch die Lehrer bildet.

Jedes Schuljahr wird in drei Terms eingeteilt, jedes Term wird nach sechs Wochen durch das sogenannte Half Term unterbrochen: Somit folgen auf 6 Wochen intensive Unterrichtszeit 2 Wochen unterrichtsfreie Zeit, in denen die Kinder dann mit Hausaufgaben die Schule verlassen dürfen und entweder bei Freunden in England verbleiben oder nach Deutschland fahren. Durch diesen Rhythmus können Eltern mit ihren Kindern trotz Auslandsaufenthalt sehr gut in Kontakt bleiben – was gerade in der Phase der Adoleszenz bedeutsam ist. Zumal ihre Kinder, durch G8 bedingt, nun meistens schon in Klasse 10, also im Schnitt ein bis zwei Jahre jünger als zuvor, ins Ausland gehen.

Die Schüler kommen aus allen 5 Kontinenten – diese Diversität bildet schon früh interkulturelle Kompetenzen heraus und bereitet gezielt auf eine Zukunft im internationalen Berufsumfeld vor. Durch die intensive Gemeinschaft in den Internaten entstehen Freundschaften, die oft ein Leben lang andauern. Die von der Schule initiierten Alumni-Netzwerke sichern durch regelmäßige Treffen, dass die aufgebauten Kontakte problemlos weitergeführt werden können.

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